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Unsere Premiere: die „Remote Keynote“

Von Richard Gross
15. April 2018

Please find an english version of this blog at medium.


Remote ist die neue Art des kollaborativen Arbeitens. Es ist noch nicht lange her, da galten Online-Meetings als belastend und alles andere als bereichernd. Das sollte sich für uns ändern. Remote-Pair-Programmierung hatten wir schon erfolgreich getestet. Jetzt waren wir bereit, ein neues Format auszuprobieren.

Bei unserem jährlichen Bereichsseminar war unser Keynote-Sprecher nicht vor Ort – für alle Beteiligten eine neue und wertvolle Erfahrung. Mit den richtigen Geräten brachten wir Bad Kissingen und Stockholm einander näher als je zuvor. Letztendlich verdanken wir diesen Erfolg unserem Referenten Henrik Kniberg.

Henrik Kniberg hat als Agile und Lean Coach schon vielen Unternehmen zum Erfolg verholfen. Er hat für Spotify und Lego gearbeitet und zum Beispiel die Spotify-Engineering-Kultur (v2014) begründet. Außerdem gilt er als Experte für Product Ownership.

Henrik referierte bei uns zum Thema Qualität versus Geschwindigkeit. Das ist ein sehr wichtiges Thema mit dem wir uns seid Jahren beschäftigen und immer besser werden wollen. Die Premiere war daher, dass Henrik bei der Rede weit weg von uns war. Mit dieser Art der Präsentation stellt sich Henrik der Herausforderung Klimawandel: Keine lange An- und Abreise – keine CO2-Emission. MaibornWolff ist die erste Firma, die Henriks Angebot eines Vortrags per Videokonferenz annahm.

Henrik macht komplizierte Sachverhalte verständlich. Das war bei dieser Art der Präsentation noch deutlicher zu spüren: Er konnte mit dem 40-köpfigen Publikum interagieren. Er stellte Fragen, er antwortete und zeigte dabei Folien und Requisiten wie ein verbranntes Stück Toast. Wir genossen die prägnante und witzige Präsentation am anderen Ende. Probleme mit Audio und Video gab es zu keiner Zeit. Alle Zuschauer konnten Fragen stellen und die Antworten gut hören – egal in welchem Abstand sie vom Mikrofon saßen.

 

Ihr möchtet selbst eine Remote-Rede vorbereiten? Das sind die Erfolgskriterien:

Netzwerk: LAN ist besser als WLAN

Verbindet PCs /Macs des Referenten und der Zuschauer über Kabel. Der Paketverlust bei Wifi verhindert eine flüssig laufende Videoübertragung.

Tipp fürs Bildformat der Präsentation

Wenn man nur einen Bildschirm für den Remote-Sprecher hat, kann man einen 16: 9-Projektor und eine 4: 3-Präsentation verwenden. Auf diese Weise kann der Videostream des Sprechers auf den schwarzen Balken neben der Präsentation platziert werden. So ist er immer sichtbar und es wird nichts verdeckt.

Mit Fragen umgehen

Es gibt immer eine minimale Verzögerung zwischen der Übertragung von Audio und Video. Wir kennen das alle vom schnellen „reinreden“ in eine Frage oder Ausführung des Gegenübers. Ein Faktor dabei ist, dass in der Regel die Videoqualität nicht ausreicht, um einzelne Lippenbewegungen zu sehen. Unser Learning war: Stellt ein Zuhörer eine Frage, sollte er einen sichtbaren Hinweis geben, wenn die Frage vorbei ist. Wenn die Konferenz-Software über die Funktion “Hand heben” verfügt, geht das zum Beispiel mit dem Signal “Senken der Hand”. Falls die Software das nicht bietet, kann der Sprecher selbstverständlich auch mit seiner physikalischen Hand ein Signal geben.

Soundcheck fürs Audio-Setup

Wählt alle Geräte mit Bedacht aus und macht vor dem Start einen Soundcheck.

Wir haben als Freisprechlösung Jabra Speak 710 UC gewählt und es in die Mitte unseres 40-köpfigen Publikums gestellt. So konnte jeder den Sprecher hören und ihm antworten. Mit dem Modell kann man auch mehrere Geräte verbinden und einen größeren Bereich abdecken. Henrik verwendete das Mikrofon Blue Yeti mit einer hervorragenden Klangqualität.

Viel Licht fürs Video

Als Kamera hatten wir die Logitech Conference Cam. Sie ist eine gute Wahl, wenn die Zuhörer im Hellen sitzen. Die meisten Kameras sind bei wenig Licht überfordert. Es lohnt sich also, Videos in dunklen Umgebungen zu vermeiden.

Für eine bessere Bildqualität verwendet man am besten eine 4K-Webcam wie Logitech BRIO. Henrik nutzte die Facetime-Kamera seines Mac.

Und last but not least die Videokonferenz-Software

Wir haben den Webkonferenz-Dienst Zoom verwendet, mit dem wir uns schon gut auskennen. Damit lässt sich die Sitzung aufzeichnen. Zoom bietet auch ein Q&A-Plugin für Webinare mit bis zu 1000 Personen. Andere Dienste haben wir nicht getestet.

Inspiriert?

Dann macht es Henrik nach. Oder uns :-) Eure erste Remote-Keynote wird euch sicher begeistern!

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