Segeltörn in der beruflichen Auszeit

In acht Monaten von Korfu in die Karibik

   Bei MaibornWolffBerufliche Auszeit

Ein Traum wurde Wirklichkeit! Seit zehn Jahren ließ uns der Gedanke nicht los, mit einem Segelschiff auf Langfahrt zu gehen. Wir, Esther und Ludwig, gönnten uns zusammen mit Sohn Luis und Hund Schoko ein Sabbatical unter Segel. Ende August 2010 legten wir von Korfu ab und machten uns auf den Weg in die Karibik. Insgesamt dauerte unser Törn acht Monate.

Ohne meinen Arbeitgeber MaibornWolff wäre dieser Traum wohl nie wahr geworden. Seit Anfang 2008 bin ich als Testmanagerin bei MaibornWolff tätig. Im August 2010 konnte ich meine laufenden Projekte abschließen und es ergab sich ein Zeitfenster für unsere Reise. MaibornWolff unterstütze meine Idee und gab mir die Sicherheit, nach meiner Rückkehr wieder in interessante Projekte einzusteigen. Also konnte ich beruhigt meine Reise antreten.

Stromboli bei Nacht und Delfine am Tag

Viele Eindrücke und fantastische Momente machten unsere Reise zu einer unvergesslichen Zeit! Los gings auf Korfu mit Kurs auf die Südküste Italiens, durch die Straße von Messina zu den liparischen Inseln. Ein Höhepunkt war die Nachtfahrt um den feuerspuckenden Stromboli. Wir segelten weiter nach Sardinien. Nächstes Ziel war Gran Canaria mit der „Atlantic Ralley for Cruisers“. Wir segelten vorbei an den Balearen, Formentera, Menorca, Mallorca und Ibiza.

Wind und Wetter meinten es gut mit uns und so kamen wir schnell und sicher an die Südostküste Spaniens. Die spanische Küste entlang, langsam gegen den Strom durch die Straße von Gibraltar, erreichten wir Marokko und endlich den großen Teich mit seinen breiten und hohen Wellen. In Tanger, Assilah und Mohammedia tauchten wir in eine andere Welt. Delfine begleiteten immer wieder unsere Fahrt und wir erreichten sicher und pünktlich Las Palmas, Gran Canaria.

Weihnachten in der Karibik

Als mein Mann mit angeheuerter Crew die Transatlantik-Überquerung startete, blieb ich mit unserem Sohn und dem Hund auf den kanarischen Inseln, um dann mit dem Flugzeug in die Karibik zu fliegen. Kurz vor Weihnachten erreichte mein Mann Barbados und wir waren wieder glücklich als Familie vereint. Vier Monate hatten wir nun Zeit die kleinen Antillen in der Karibik zu entdecken. Zeit spielte keine Rolle mehr. Wir ließen uns treiben und blieben, wo es uns gefiel. Wir erkundeten einsame Buchten, arme Dörfer und lebensfrohe karibische Hauptstädte. Besonders die Unterwasserwelt zog uns in ihren Bann: Meeresschildkröten, Rochen, Papageienfische und vieles mehr.

Und dann zurück...

Mit einem weinenden und lachenden Auge kehrten wir wohlbehalten und mit vielen Eindrücken Ende April nach Deutschland zurück. Jetzt arbeite ich wieder in einem spannenden Projekt. Und wenn mich meine Aufgaben mal wieder herausfordern und ein kühler Kopf gefragt ist, so halte ich kurz inne und denke an unsere Reise zurück – und bin so dankbar, dass ich das erleben durfte.