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Smart Maintenance: Ihr Weg zur intelligenten Instandhaltung

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Autor: Albrecht Lottermoser
Autor: Albrecht Lottermoser

Ungeplante Stillstände, steigende Instandhaltungskosten und fehlende Transparenz über den Zustand von Anlagen stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Smart Maintenance bietet einen innovativen Ansatz für die Instandhaltung: datenbasiert, vorausschauend und eng mit dem Betrieb verzahnt. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Smart Maintenance funktioniert, welche Technologien dabei zum Einsatz kommen und worauf es bei der erfolgreichen Einführung ankommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist Smart Maintenance? Smart Maintenance ist ein datenbasierter Ansatz der Instandhaltung, bei dem Unternehmen Maschinenzustände kontinuierlich überwachen und Wartungsmaßnahmen daran ausrichten. Ziel ist es, Anlagen mit möglichst geringem Ressourcenaufwand zuverlässig verfügbar zu halten.
  • Wie funktioniert Smart Maintenance? Sensoren erfassen fortlaufend Maschinen- und Anlagendaten. Diese Daten werden in vernetzten Systemen zusammengeführt und analysiert. So können Auffälligkeiten und Verschleiß früh erkannt und Wartungen bedarfsgerecht geplant werden.
  • Welche Technologien sind essenziell? Die Basis bilden Sensorik, IIoT beziehungsweise OT-Anbindung sowie eine Datenplattform. Je nach Anwendungsfall kommen außerdem Analytics, Machine Learning, Cloud Computing oder KI ergänzend hinzu.
  • Warum lohnt sich der Einsatz? Smart Maintenance reduziert ungeplante Stillstände, verbessert die Wartungsplanung und senkt Wartungs- sowie Instandhaltungskosten. Gleichzeitig lassen sich Ressourcen gezielter einsetzen und die Lebensdauer von Anlagen verlängern.
  • Wie gelingt die Einführung im Betrieb? Smart Maintenance wird erfolgreich eingeführt, wenn Unternehmen mit einem klaren Ziel, geeigneten Use Cases und einem realistischen Pilotprojekt starten. Ebenso wichtig sind belastbare Daten, klare Verantwortlichkeiten und die frühe Einbindung aller beteiligten Bereiche.

Was ist Smart Maintenance? Definition

Smart Maintenance bezeichnet alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die darauf abzielen, mittels digitaler Tools die Instandhaltung effizienter zu machen und eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. Kernprinzip ist die datengestützte, vorausschauende Wartung: Zustands- und Leistungsdaten von Maschinen und Anlagen werden kontinuierlich erhoben, vernetzt und analysiert. So können Wartungsentscheidungen auf aktueller Faktenbasis getroffen werden.

Genau darin liegt der Unterschied zu klassischen Instandhaltungskonzepten. Reaktive Wartung greift erst ein, wenn eine Maschine bereits ausgefallen ist. Präventive Wartung erfolgt in festen Intervallen, unabhängig vom tatsächlichen Zustand. Smart Maintenance geht einen anderen Weg: Hier erfolgen Maßnahmen bedarfsgerecht zum optimalen Zeitpunkt. So werden sowohl zu spätes Eingreifen mit Folgeschäden und ungeplanten Ausfällen als auch zu frühe Wartungen mit unnötigem Aufwand verhindert.

Smart Maintenance wandelt die Instandhaltung von einer „notwendigen Kostenstelle" zu einem wertschöpfenden Partner der Produktion. Wartung und Produktion wachsen in der Industrie 4.0 enger zusammen, mit dem Ergebnis, dass Anlagenflexibilität, Verfügbarkeit und Produktivität steigen, während ungeplante Stillstände abnehmen.

Smart Maintenance bildet damit ein zentrales Grundprinzip der Smart Factory, denn nur durch hochverfügbare, zuverlässig gewartete Produktionsmittel lassen sich kundenindividuelle Fertigung und flexible Konzepte wirtschaftlich realisieren.

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Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für eine datenbasierte und zukunftsfähige Instandhaltung.

Wie funktioniert Smart Maintenance?

Im Kern beschreibt Smart Maintenance die Maximierung der Anlagenverfügbarkeit bei minimalem Ressourceneinsatz durch datengestützte, integrierte und vorausschauende Instandhaltung. Doch was bedeutet das genau und wie sieht es in der Praxis aus? Schauen wir uns dafür einmal die einzelnen Grundprinzipien genauer an:

  • Datengestützt heißt, dass Wartungsentscheidungen auf konkreten Maschinen- und Anlagendaten beruhen. Ein typisches Beispiel aus der Produktion sind programmgesteuerte Werkzeugmaschinen, sogenannte CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control). Sensoren messen hier Werte wie Vibrationen, Spindeltemperatur oder Stromaufnahme. Verändern sich diese Werte, kann das auf Lager- oder Werkzeugverschleiß hindeuten.
  • Integriert bedeutet, dass diese Daten nicht isoliert bleiben, sondern in vernetzten Systemen zusammengeführt und in die betrieblichen Abläufe eingebunden werden. Erkennt das System bei einer CNC-Maschine Anzeichen für Verschleiß, kann die Instandhaltung den Hinweis direkt nutzen, um Ersatzteile rechtzeitig zu bestellen und den Austausch mit der Produktionsplanung abzustimmen. So lässt sich die Maßnahme in ein geeignetes Zeitfenster legen, ohne dass die Fertigung unnötig ins Stocken gerät.
  • Vorausschauend bedeutet, dass Anomalien oder Verschleiß frühzeitig erkannt und gemeldet werden, noch bevor es zu einem Ausfall kommt. So können etwa bei Förderanlagen ungewöhnliche Laufgeräusche auf verschlissene Rollen hindeuten. Bei Pressen oder Spritzgussmaschinen zeigen veränderte Druck- und Temperaturverläufe, dass sich Dichtungen oder Ventile abnutzen. Smart Maintenance bedeutet, dass solche Auffälligkeiten nicht erst im Schadensfall relevant werden, sondern frühzeitig auf künftigen Wartungsbedarf hinweisen.

Warum Smart Maintenance? Vorteile im Überblick

Das Ziel von Smart Maintenance ist es, die Instandhaltung planbarer, effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Anstatt erst auf Störungen zu reagieren, überwachen Sie den Zustand Ihrer Anlagen kontinuierlich und können so proaktiv handeln. Das bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich:

Effizientere Wartungsplanung

Statt rein reaktiv oder in starren Intervallen zu warten, werden Maßnahmen bedarfsgerecht geplant und umgesetzt.

Weniger ungeplante Stillstände
Bessere Ressourcennutzung
Geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten
Längere Lebensdauer von Anlagen
Bessere Entscheidungsgrundlagen

Von IIoT bis KI: Diese Technologien stecken hinter Smart Maintenance

Smart Maintenance basiert auf der intelligenten Nutzung von Daten. Damit Maschinenzustände zuverlässig überwacht und Wartungsmaßnahmen rechtzeitig geplant werden können, kommen verschiedene digitale Technologien zum Einsatz.

Wichtig ist jedoch: Smart Maintenance ist kein fest definierter Technologie-Stack. Vielmehr handelt es sich um ein Anwendungsprinzip der modernen Instandhaltung. Welche Technologien konkret eingesetzt werden, hängt vom Reifegrad eines Unternehmens und vom jeweiligen Anwendungsfall ab.

Infografik mit sieben verknüpften Technologie-Ebenen: Sensorik, IIoT/OT-Anbindung, Datenplattform, Machine Learning, Cloud Computing, KI und Digital Twin.

Sensorik

Sensoren bilden die Grundlage jeder Smart-Maintenance-Anwendung. Sie erfassen physische Zustände von Anlagen in Echtzeit, zum Beispiel Vibration, Temperatur oder Druck. Diese Daten zeigen, wie sich eine Anlage im laufenden Betrieb verhält. Veränderungen können frühzeitig auf Verschleiß, Fehlfunktionen oder ungewöhnliche Belastungen hinweisen. Ohne Sensorik wäre eine zustandsbasierte oder datengetriebene Instandhaltung nicht möglich.

IIoT / OT-Anbindung

IIoT steht für Industrial Internet of Things und ermöglicht die Vernetzung und Kommunikation von Maschinen, Sensoren und Systemen. Diese Anbindung ist entscheidend, damit Zustands- und Betriebsdaten nicht nur erfasst, sondern auch kontinuierlich übertragen und ausgewertet werden können. Erst dadurch wird aus einzelnen Messwerten eine nutzbare Datengrundlage für Smart Maintenance. Kurz gesagt: Ohne IIoT oder vergleichbare OT-Anbindung (Operational Technology) bleiben Sensordaten isoliert und können für Smart Maintenance nicht systematisch genutzt werden.

Datenplattform / Datenhaltung

Datenplattformen sind essenziell, um Sensor-, Wartungs- und Betriebsdaten an einem zentralen Ort zusammenzuführen. Dort werden die Daten nicht nur gespeichert, sondern auch strukturiert und so für Analyse, Bewertung und Planung in der Instandhaltung nutzbar gemacht. Die Datenhaltung kann sowohl On Premises als auch cloudbasiert erfolgen. Entscheidend für ein erfolgreiches Smart Maintenance ist dabei nicht der Speicherort an sich, sondern vielmehr der verlässliche Zugriff auf relevante Daten.

Machine Learning

Um aus großen Datenmengen verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen, werden Analyseverfahren eingesetzt. Dazu gehören statistische Auswertungen und Methoden des Machine Learning. Sie kommen bei den meisten Smart-Maintenance-Ansätzen zum Einsatz, sind aber keine Grundvoraussetzung für eine intelligente Instandhaltung.

Typische Anwendungen sind:

  • die Erkennung von Mustern
  • die Analyse von Verschleiß und Trends
  • das Identifizieren von Anomalien

Wichtig ist dabei: Nicht jedes Smart-Maintenance-System nutzt hierfür komplexe KI-Modelle. Häufig reichen einfache statistische Analysen aus, um Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

Cloud Computing

Viele Unternehmen nutzen Cloud-Infrastrukturen, um große Datenmengen effizient zu verarbeiten und zentral auszuwerten. Ein Vorteil liegt in der skalierbaren Datenverarbeitung, die sich flexibel an wachsende Datenmengen anpassen lässt. Zudem ermöglicht Cloud Computing eine zentrale Analyse über mehrere Standorte hinweg und erleichtert die Integration unterschiedlicher Datenquellen.

Im Kontext von Smart Maintenance ist die Cloud zwar weit verbreitet, aber keine zwingende Voraussetzung. In der Praxis sind auch Edge- oder On-Premises-Ansätze üblich, bei denen Daten lokal verarbeitet und ausgewertet werden.

Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenz kommt primär bei weiterentwickelten oder spezialisierten Ausprägungen von Smart Maintenance (Advanced / Predictive / Prescriptive Maintenance) zum Einsatz. KI in der Industrie ermöglicht komplexe Prognosemodelle, adaptive Lernsysteme und automatisierte Entscheidungslogiken. Dadurch lassen sich Ausfälle präziser vorhersagen, Wartungsmaßnahmen gezielter planen und Instandhaltungsprozesse weiter optimieren.

Digital Twin

Ein Digital Twin ist ein virtuelles Abbild von Anlagen oder Prozessen. Er verbindet reale Betriebsdaten mit einem digitalen Modell und macht so Zustände, Veränderungen und mögliche Entwicklungen nachvollziehbar. Auf dieser Basis lassen sich zum Beispiel Verschleißverläufe oder bestimmte Betriebszustände simulieren.

Der Digital Twin ist eine sehr leistungsfähige Technologie, bringt aber auch einen hohen Modellierungsaufwand mit sich. Für grundlegende Smart-Maintenance-Anwendungen ist er nicht notwendig. Er ist eher als Ergänzung zu verstehen und nicht als Kernbestandteil von Smart Maintenance.

Technologie ist nicht alles – Wie Sie Smart Maintenance erfolgreich im Betrieb verankern

Die größten Herausforderungen bei der Einführung von Smart Maintenance liegen nicht in der Technologie, sondern im Betrieb, in der Organisation und in etablierten Arbeitsweisen. Entscheidend ist deshalb, typische Hürden früh zu erkennen und Smart Maintenance so in Prozesse und Zuständigkeiten einzubinden, dass daraus ein tragfähiger Betriebsansatz wird.

Zusammenarbeit und Verantwortlichkeiten früh klären

Eine der größten Herausforderungen ist die Zusammenarbeit zwischen Instandhaltung, Produktion und IT. Jede dieser Funktionen verfolgt eigene Ziele und arbeitet mit einer anderen Logik. Während die Instandhaltung stark erfahrungsbasiert handelt, fokussiert sich die Produktion auf Verfügbarkeit und Durchsatz. Die IT wiederum denkt in Systemen, Daten und Standards. Ohne klare Abstimmung entstehen schnell Missverständnisse, falsche Erwartungen oder Verzögerungen.

Wichtig ist deshalb, Verantwortlichkeiten früh festzulegen. Unternehmen sollten klären, wer für Daten, Systeme und Bewertungen zuständig ist und wie Entscheidungen zwischen den Bereichen abgestimmt werden. Smart Maintenance funktioniert nur dann dauerhaft, wenn die Zusammenarbeit bereichsübergreifend organisiert ist und nicht neben dem Tagesgeschäft herläuft.

Datenqualität sichern und Erkenntnisse in Prozesse überführen

Auch gute Modelle und saubere Analysen bringen wenig, wenn die Datengrundlage im Betrieb nicht verlässlich ist. Unvollständige Wartungsdaten oder fehlende Standards bei Datenerfassung und -pflege führen schnell dazu, dass Ergebnisse unplausibel wirken und das Vertrauen in das System sinkt. Die Sicherstellung der Datenqualität ist deshalb keine einmalige Vorarbeit, sondern eine dauerhafte Aufgabe im Betrieb.

Genauso wichtig ist die Prozessintegration. Smart Maintenance erzeugt neue Informationen, etwa Warnungen, Prognosen oder Handlungsempfehlungen. Diese müssen aber auch in der Praxis verarbeitet werden. Unternehmen sollten daher früh festlegen, wer solche Hinweise bewertet, wie sie priorisiert werden und wie sie in bestehende Arbeitsaufträge oder Wartungspläne einfließen. Erst wenn datenbasierte Erkenntnisse in konkrete Abläufe übersetzt werden, entsteht echter Mehrwert.

Akzeptanz schaffen und den Wandel realistisch angehen

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Akzeptanz in der Instandhaltung. Viele Fachkräfte verfügen über tiefes Erfahrungswissen und treffen Entscheidungen auf Basis langjähriger Praxis. Wenn Smart Maintenance als Kontrollinstrument, Zusatzaufwand oder Ersatz für dieses Wissen wahrgenommen wird, entstehen schnell Vorbehalte.

Deshalb ist es wichtig, Smart Maintenance als Unterstützung und nicht als Konkurrenz zur Erfahrung zu positionieren. Fachkräfte aus dem Betrieb sollten früh eingebunden werden, etwa bei der Auswahl von Anwendungsfällen, bei der Bewertung von Ergebnissen oder bei der Weiterentwicklung von Lösungen. Gleichzeitig lohnt es sich, klein zu starten und schrittweise zu skalieren. Ein klar abgegrenzter Use Case mit erkennbarem Nutzen schafft oft mehr Akzeptanz als ein zu großer Rollout. So wächst Smart Maintenance Schritt für Schritt in den Regelbetrieb hinein.

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Wir unterstützen Sie dabei, Smart Maintenance erfolgreich in Ihrem Betrieb zu verankern.

Smart Maintenance in der Praxis

Smart Maintenance zeigt seinen Nutzen vor allem dort, wo Anlagen zuverlässig laufen müssen und Ausfälle hohe Kosten oder Risiken verursachen. Je nach Branche stehen dabei unterschiedliche Ziele im Vordergrund. Mal geht es um die Betriebssicherheit kritischer Infrastruktur, mal um die Verfügbarkeit von Fahrzeugen, Gebäudetechnik oder medizinischen Geräten. Die konkrete Ausgestaltung variiert, das Grundprinzip von Smart Maintenance bleibt jedoch gleich: Zustandsdaten werden kontinuierlich erfasst und ausgewertet, sodass Unternehmen präventiv handeln und frühzeitig reagieren können.

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen einige Anwendungsfelder und konkrete Beispiele von Smart Maintenance:

BereichTypische AnwendungsfälleKonkreter Nutzen
Energie & VersorgungswirtschaftÜberwachung von Getrieben und Rotorblättern per Schwingungs- und Ultraschallsensorik, Analyse von Turbinenlagern über Temperatur und Ölwerte, Zustandskontrolle von Transformatoren z. B. per Gas-in-Öl-AnalyseVermeidung kostspieliger Großschäden, längere Lebensdauer teurer Anlagen, höhere Anlagenverfügbarkeit
Transport & LogistikAuswertung von Telematikdaten zu Motorbelastung, Bremsverschleiß und Batteriezustand, Überhitzungserkennung an Achslagern, automatische Triebwerksanalyse in der LuftfahrtBessere Wartungsplanung, mehr Sicherheit, geringere Ausfallkosten
Gebäude & Facility ManagementErkennung ineffizienter HVAC-Anlagen durch Temperatur- und Durchflussdaten, Verschleißerkennung von Aufzugsseilen, Bremsen und Motoren, Frühwarnung bei Kühlungs- oder Stromversorgungsproblemen in RechenzentrenWeniger Notfallreparaturen, Energieeinsparung, höhere Nutzerzufriedenheit
Wasser & AbwasserwirtschaftSchwingungsanalyse zur Erkennung von Lagerschäden an Pumpen, Leckerkennung in Rohrleitungsnetzen durch akustische Sensoren, Zustandsüberwachung zentraler Aggregate in KläranlagenMehr Betriebssicherheit, geringere Wartungskosten, Vermeidung von Umweltschäden
Medizintechnik & HealthcareMonitoring kritischer Komponenten in MRT- und CT-Geräten, vorausschauende Wartung von Notstromsystemen, frühzeitige Kalibrierungs- oder Verschleißwarnungen bei LabortechnikKeine ungeplanten Geräteausfälle, bessere Planbarkeit, höhere Patientensicherheit

Fazit: So gelingt der Einstieg in Smart Maintenance

Smart Maintenance gibt Ihnen eine belastbare Grundlage für bessere Instandhaltungsentscheidungen. Sie erkennen kritische Veränderungen im Anlagenzustand früher, planen Wartungen gezielter und reduzieren ungeplante Stillstände. Doch wie starten Sie mit der Implementierung von Smart Maintenance in Ihrem Unternehmen? Ein Punkt lässt sich hierbei nicht oft genug betonen: Der Einstieg in Smart Maintenance ist kein Technologieprojekt, sondern ein schrittweiser Organisations-, Daten- und Betriebsansatz.

Am Anfang steht deshalb nicht die Frage nach Sensorik, KI oder Datenplattformen, sondern nach dem konkreten betrieblichen Problem. Prüfen Sie zuerst, warum Sie Smart Maintenance überhaupt einführen wollen: Geht es um hohe ungeplante Stillstände, steigende Instandhaltungskosten, fehlende Transparenz über Anlagenzustände oder eine starke Abhängigkeit vom Erfahrungswissen einzelner Mitarbeitender? Erst wenn diese Ausgangslage klar benannt ist, lässt sich ein tragfähiges Zielbild formulieren, zum Beispiel weniger Ausfälle, bessere Planbarkeit oder eine höhere Anlagenverfügbarkeit.

Im nächsten Schritt richten Sie den Blick auf die Anlagen, bei denen der Handlungsbedarf besonders hoch ist und sich ein früher Nutzen abzeichnet. Anschließend prüfen Sie, welche Daten aus Maschinen, Prozessen und der Instandhaltung bereits vorhanden sind, wie belastbar diese sind und wo noch technische oder strukturelle Defizite bestehen. Der Einstieg gelingt am besten über einen klar abgegrenzten Pilotversuch, mit dem Sie die technische Umsetzbarkeit, den Datennutzen und die betriebliche Relevanz unter realen Bedingungen überprüfen können. Ebenso wichtig ist es, frühzeitig Verantwortlichkeiten festzulegen. Klären Sie deshalb:

  • Wer ist verantwortlich für Daten?
  • Wer interpretiert Ergebnisse?
  • Wie fließen Erkenntnisse in die tägliche Instandhaltung ein?
  • Wie arbeiten IT, OT, Instandhaltung und Produktion zusammen?

MaibornWolff begleitet Sie als erfahrener Partner bei der Einführung von Smart Maintenance – von der ersten Analyse Ihrer Ausgangslage über die Priorisierung geeigneter Use Cases bis hin zur Umsetzung konkreter Pilotprojekte. Wir verbinden fundierte IT-, Daten- und Technologieexpertise mit einem tiefen Verständnis für betriebliche und industrielle Anforderungen. So schaffen Sie die Grundlage, Smart Maintenance gezielt im Betrieb zu verankern, ungeplante Stillstände zu senken, die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen und Wartungsprozesse planbarer und effizienter zu gestalten.

Sind Sie bereit, Ihre Produktion auf das nächste Level zu bringen?

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Smart Maintenance

  • Was ist Smart Maintenance?

    Smart Maintenance bezeichnet alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, mit denen Unternehmen ihre Instandhaltung mithilfe digitaler Tools effizienter gestalten und eine höhere Wertschöpfung erzielen. Im Kern geht es darum, Zustands- und Leistungsdaten von Maschinen kontinuierlich zu erfassen, auszuwerten und daraus bedarfsgerechte Wartungsentscheidungen abzuleiten.

  • Welche Arten von Maintenance gibt es?

    Grundsätzlich lassen sich drei zentrale Arten der Instandhaltung unterscheiden:

    • Reaktive Wartung erfolgt erst dann, wenn eine Maschine oder Komponente bereits ausgefallen ist. Dieses Vorgehen ist einfach, kann aber zu ungeplanten Stillständen und hohen Folgekosten führen.
    • Präventive Wartung basiert auf festen Zeitintervallen oder definierten Wartungszyklen. Anlagen werden also vorsorglich gewartet, auch wenn noch kein akuter Schaden vorliegt. Das erhöht die Planbarkeit, kann aber zu unnötigen Wartungen führen.
    • Vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) nutzt Zustands- und Leistungsdaten, um den tatsächlichen Wartungsbedarf vorherzusagen. Maßnahmen erfolgen dadurch nicht starr nach Plan, sondern möglichst genau dann, wenn sie wirklich erforderlich sind.

    Wichtig: Smart Maintenance ist keine weitere Wartungsart, sondern ein übergeordneter, strategischer Ansatz, der technische und organisatorische Maßnahmen verbindet.

  • Für welche Unternehmen und Anlagen lohnt sich Smart Maintenance besonders?

    Besonders sinnvoll ist Smart Maintenance überall dort, wo ein ungeplanter Stillstand hohe Kosten verursacht, die Produktion stark beeinträchtigt oder kritische Prozesse unterbricht. Entscheidend ist also immer, wie groß der wirtschaftliche Schaden eines Ausfalls ist und wie sich die Investition in Smart Maintenance im Vergleich zur bisherigen Instandhaltungsstrategie rechnet.

    Grundsätzlich fällt der Einstieg leichter, wenn ein Unternehmen über einen eher homogenen Maschinenpark verfügt. In diesem Fall lassen sich Tools für Condition Monitoring und Fehlerfrüherkennung meist einfacher auf weitere Anlagen übertragen. Bei einem heterogenen Maschinenpark ist der Aufwand oft höher, weil Modelle und Auswertungen stärker an den jeweiligen Maschinentyp angepasst werden müssen.

  • Wie starte ich mit der Implementierung von Smart Maintenance in meinem Unternehmen?

    Smart Maintenance wird nicht einfach technisch ausgerollt, sondern systematisch im Unternehmen aufgebaut. In der Praxis hat sich ein schrittweiser Einstieg in fünf aufeinander aufbauenden Schritten bewährt:

    1. Ausgangslage und Zielbild klären: Definieren Sie zuerst, welches konkrete betriebliche Problem Sie mit Smart Maintenance lösen möchten, etwa ungeplante Stillstände, hohe Kosten oder fehlende Transparenz.
    2. Relevante Anlagen und Use Cases auswählen: Starten Sie mit wenigen, klar abgegrenzten Anlagen oder Anwendungsfällen, bei denen der Nutzen besonders gut erkennbar ist.
    3. Daten und technische Basis prüfen: Analysieren Sie, welche Maschinen-, Wartungs- und Prozessdaten bereits vorhanden sind und ob Sensorik, Steuerungen oder Instandhaltungssysteme genutzt werden können.
    4. Pilot aufsetzen: Testen Sie Smart Maintenance zunächst in einem begrenzten Pilotprojekt, um Machbarkeit, Nutzen und Grenzen realistisch zu bewerten.
    5. Organisation und Rollen einbinden: Klären Sie früh, wer Daten verantwortet, Ergebnisse bewertet und wie die Erkenntnisse in die tägliche Instandhaltung einfließen.
Autor: Albrecht Lottermoser
Autor: Albrecht Lottermoser

Albrecht Lottermoser ist Senior Smart Factory Expert bei MaibornWolff. Der Mechatronik- und Engineering Sciences Expert ist spezialisiert auf Automatisierung, Robotik, Mensch-Roboter-Kooperation und intelligente Prozessführung. In zahlreichen Forschungs- und Industrieprojekten begleitet und unterstützt er Organisationen und Unternehmen rund um die Themen Smart Factory, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

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