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Internet der Dinge zum Anfassen und Ausprobieren

18. Mai 2015    Internet der Dinge / NSE / Preto- und Prototypen

Netzwerk Software Engineering MaibornWolff IoT

Hands-on im Internet der Dinge: Unter diesem Motto lud MaibornWolff 40 Teilnehmer zum 3. Hands-on-Tag des Netzwerks Software Engineering ein. Ein Innovationsspiel und zwei Experimente mit Preto- und Prototypen für das Internet of Things (IoT) standen auf der Agenda. „Im Umfeld des IoT muss man Dinge in die Hand nehmen, um zu wissen, worum es geht“, begründet Alexander Hofmann, Technischer Geschäftsführer bei MaibornWolff, die Agenda. „Genau das haben die Teilnehmer beim NSE-Tag mit Begeisterung getan und dabei nach eigener Aussage viel gelernt. Viele Teilnehmer betonten, dass sie aus der Veranstaltung nützliche Denkanstöße für ihre tägliche Arbeit mitnehmen. Und alle Gäste waren sich einig, dass die massive Vernetzung von Dingen in Zukunft die IT-Welt drastisch verändern wird.“ Florian Theimer, Bereichsleiter bei MaibornWolff, ergänzt: „Gerade bei einer so weitreichenden Entwicklung wie dem Internet der Dinge hilft es, Buzz-Words auf konkrete Technologien herunter zu brechen. Umso greifbarer eine Technologie wie „Quantified Self“ oder „Smart Pills“ wird, umso leichter entwickeln wir Anwendungsideen.“ Im Netzwerk Software Engineering diskutieren rund 200 IT-Leiter, IT-Architekten, Software-Ingenieure und Testexperten Trends für die IT. Es wurde 2012 von MaibornWolff ins Leben gerufen. 

 

Kreativitätsschub durch Innovationsspiel

Das Innovationsspiel Game of Things von MaibornWolff bewährte sich im Workshop als Kreativitäts-Katalysator: Die Teilnehmer entwickelten in nur einer Stunde 85 Ideen für zwei vorgegebene Fälle: Wie sieht der Tante-Emma-Laden 4.0 aus? Und: Wie lässt sich Carsharing profitabler machen? Dank der ins Spiel integrierten Bewertungsrunde wählten die Teilnehmer direkt die Siegeridee des Tages: Drohnen kreisen über der Stadt und melden freie Parkplätze. Das Innovationsspiel „Game of Things“ gibt es zum kostenfreien Download in der MaibornWolff Plaza (http://www.maibornwolff.de/plaza). 

 

Preto- und Prototypen: Je früher, desto mehr Erkenntnisse

Mit funktionstüchtigen Prototypen und Pretotypen, allerersten, noch nicht funktionalen Prototypen, bekommen Produktverantwortliche schnell Feedback, was sie bedenken müssen, was funktionieren könnte und was noch fehlt. „Ein gemeinsames Aha-Erlebnis war, wie schnell und einfach wir mit den angewendeten Werkzeugen kleine aber nützliche Anwendungen im IoT implementiert haben“, beschreibt Alexander Hofmann die Reaktion auf die Hands-on-Session: einen Preto-Typen für einen Kalorienzähler am Besteck und einen funktionstüchtigen Prototypen für einen Waschmaschinen-Alarm. Die Teilnehmer bauten zuerst Löffel oder Gabel zu einem Essgerät mit Kalorienzähler um. Dafür verwendeten sie nur das Besteck, ein Klebeband und Alltagsgegenstände aus dem Büro wie Textmarker, Zündholzschachteln oder Radiergummis, um Mess- und Sendeeinheit zu simulieren. Schon dieser einfache Pretotyp brachte eine wichtige Erkenntnis: Zu schwere oder klobige Mess- und Sendeeinheiten machen Gabel und Löffel zu unhandlich zum Essen. Für den nächsten Schritt, einen funktionstüchtigen Prototyp, lohnen sich deutlich kleinere Sensoren, die zum Beispiel in den Löffel- oder Gabelstiel passen. 

Im zweiten Hands-on-Teil programmierten die Teilnehmer einen funktionstüchtigen Prototyp für den Haushalt: Ist die Waschmaschine fertig, verschickt sie eine E-Mail. Dafür gab es pro Gruppe einen Raspberry PI und einen Z-Wave-Signalgeber, die über das Visualisierungs-Tool Node-RED verknüpft wurden. Statt mit Waschmaschinen experimentierten die Teilnehmer mit Lampen. Wer als erstes eine E-Mail mit einer natürlichsprachlichen Meldung und dem aktuellen Stromverbrauch der Lampe automatisiert verschickte, bekam ein Experimentier-Set für Prototypen. 

 

Netzwerken und Spaziergänge

In den Pausen unternahmen die Teilnehmer mit der Datenbrille Oculus Rift virtuelle Spaziergänge durch die Toscana oder in einer Unterwasserwelt. Manche fuhren per Achterbahn durchs Mittelalter. Die Virtual-Reality-Brillen sind Teil des MaibornWolff-Tech-Labors (mehr hier), in dem Mitarbeiter und Masteranden, Kunden und Partner des Münchner IT-Dienstleisters MaibornWolff aktuelle Internet-of-Things-Technologien ausprobieren. 

Das Netzwerk Software Engineering (NSE) richtet pro Jahr zwei feste Veranstaltungen aus: Der NSE-Tag im Frühjahr ist durch die Hands-on-Session besonders praxisnah. Das NSE-Jahrestreffen im Herbst widmet sich strategischen IT-Themen. Die Fachvorträge und Erfahrungsberichte kommen von IT-Architekten aus Industrie-Unternehmen. Das Münchner IT-Beratungs- und Software-Engineering-Haus MaibornWolff hat das Netzwerk Software Engineering 2012 gegründet. Es hat derzeit rund 200 Mitglieder.