#whatsonyourmind, Silas Graffy?

"Drei Bedingungen für guten Code"

   AgilDevOpsSoftwarebau

Unter dem Hashtag #whatsonyourmind beschreibt Silas Graffy, was ihn bewegt. Silas ist Software Crafter bei MaibornWolff. Er sagt:

Schlechter Code entsteht nicht durch schlechte Entwickler, sondern durch schlechte Rahmenbedingungen! Ja, es gibt natürlich auch unerfahrene Devs. Aber Code könnte eben insgesamt so viel besser sein, wenn drei Rahmenbedingungen erfüllt wären:

Die erste Bedingung für guten Code lautet: Entwicklungsteams müssen über Methodik und Technik entscheiden dürfen. Das fängt schon bei den Räumen an: Brauchen wir für ein bestimmtes Projekt eher einen großen Projektraum oder Einzelbüros? Wie sieht unsere Hard- und Software aus? Ist unser Vorgehen sinnvoll und der Aufgabe angemessen? Und natürlich beflügelt eine exzellente Infrastruktur die Teams – das hat sicher jede und jeder von euch schon mal erlebt.

Die zweite Bedingung für guten Code ist ein sinnvoller wirtschaftlicher Rahmen. Hier geht es Silas vor allem um das Festpreis-Dilemma: Wenn Termin und Preis feststehen, ist oft nur noch die Qualität variabel. Um euren Qualitäts-Anspruch zu wahren, solltet ihr den Funktionsumfang unter die Lupe nehmen. Silas’ Grundregel hier: „Setze erst die wichtigen Features um.“ Welche das sind, findet ihr partnerschaftlich mit Nutzern, Nutzerinnen, Kunden und Kundinnen heraus – das ist wichtig, denn in manchen Arbeitsmodellen sind gerade die Nutzerinnen und Nutzer einer Software völlig entkoppelt von den Dev-Teams.

Die dritte Bedingung für guten Code liegt im Selbstverständnis des Teams. Wesentlich sind Augenhöhe, Weiterbildung und Verantwortung. Wenn ihr im Team Verantwortung vorlebt, seht ihr die positiven Auswirkungen an vielen kleinen Entscheidungen. Das funktioniert dort, wo es eine Fehlerkultur in einem angstfreien Raum gibt, am besten geprägt von gegenseitigem Vertrauen. Das ganze Projektteam sollte eine gemeinsame Vision entwickeln und ein gemeinsames Verständnis für Sinn und Ziel seiner Aufgabe schaffen.

Genau das ist das Ziel von Agilität. Weiche Faktoren lassen sich allerdings schwerer einführen als ein Daily Standup im SCRUM. Wenn man sowas einfach nur kopiert, weil man denkt: „So geht agil“, ist das ein Cargo-Kult. Agilität muss vielmehr verstanden und auch gelebt werden.

#whatsonyourmind

Geht es dir auch so in deinen Projekten? Was erlebst du beim Coden? Whats on your mind? Unsere Software Crafterinnen und Crafter sind gespannt auf Deine Meinung