Techblog

Open Source bei MaibornWolff

Von Thorsten Rinne
19. Dezember 2017

MaibornWolff setzt bei Kundenprojekten und internen Anwendungen auf Open Source Software. Wir nutzen Bibliotheken wie fertige Applikationen; trotzdem wird proprietäre Software (Closed Source) nicht verteufelt; auch sie ist bei MaibornWolff im Einsatz. In allen Projekten, intern wie extern, analysieren wir die Vor- und Nachteile der jeweiligen Lösungen aus Sicht unserer Kunden und geben dann eine Empfehlung ab.

Seit etwa einem Jahr bringen wir bei MaibornWolff das Thema Open Source Software selbst weiter. Wir haben angefangen, interne Tools, Bibliotheken und Ergebnisse aus unseren Forschungsprojekten als Open Source zu veröffentlichen. In naher Zukunft planen wir das auch für ausgewählte Software-Produkte, die in Masterarbeiten bei uns entstanden sind.

Und warum?

"Warum machen die das", fragen Sie sich nun vielleicht.

Open Source Projekte sind schon lange keine Liebhaberei von Software-Bastlern und Hackern mehr, die in ihrer Freizeit programmierte Software an die Welt verschenken. Immer weniger große Unternehmen schotten sich gegen Open Source Software ab, viele arbeiten mit ihr. Ein Riese wie Microsoft, der Linux vor 15 Jahren noch als Krebsgeschwür bezeichnete, ist heute ein wichtiger Teil der Open Source Bewegung. Microsoft leitet beispielsweise das Projekt mit den meisten Anhängern auf der Software-Plattform Github und gehört zur Top-10 der Firmen, die Code zum Linux-Kernel beisteuern.

Heute sind sehr viele Standardbibliotheken eh Open Source gestellt; die meisten Programmiersprachen werden heute als Open Source Software entwickelt und durch Communities oder Foundations gesteuert bzw. weiterentwickelt – nicht durch eine einzelne Firma. Diese Open Source Bibliotheken setzen wir Software-Entwickler und -Architekten bei MaibornWolff überaus gerne in unseren Projekten ein. Wir nutzen dabei den großen Vorteil von Open Source: die Transparenz des Codes, die zu sicheren Code führen kann – aber nicht zwangsläufig muss.

Machen!

Schon seit einiger Zeit ermutigen wir unsere Entwickler, Probleme oder Bugs in Open Source Software proaktiv zu korrigieren und die Fehlerbehebungen an das jeweilige Projekt zurück zu geben; soweit möglich auch in Absprache mit unseren Kunden.

Open Source Software lebt eben vom Geben und Nehmen der Entwickler-Community. Da sind wir gerne mit dabei. Inzwischen sind kleinere Fixes, neue Features und auch Ideen unserer Kollegen in einer Vielzahl von Open Source Projekten zu finden.

Doch warum investiert das Unternehmen MaibornWolff in Open Source Projekte? Für uns gibt es einige gewichtige Gründe. Neben den bereits genannten Punkten gibt es wir einen weiteren positiven Aspekt. Wir haben so die Möglichkeit, eine smarte Weiterentwicklung und -führung unserer intern entwickelten F&E-Themen rund um Software und IT-Beratung zu haben. Hier entscheiden wir immer im Einzelfall, ob wir ein Ergebnisse eines F&E-Projektes oder einer Masterarbeit für spannend genug halten, dass wir es der Allgemeinheit zur Verfügung stellen wollen.

Leitplanken fürs Veröffentlichen

Wir haben einige leichtgewichtige Leitplanken zur Veröffentlichung von internen Projekten als Open-Source-Software definiert.

  • Der Code ist nach unseren Qualitätsstandards entwickelt und wird auf Github auf dem Account von MaibornWolff gehostet.

  • Der Code wurde in einem Peer-Review mit einem erfahrenen Entwickler abgenommen und ist getestet.

  • Für Continuous Integration nutzen wir öffentliche Dienste wie Travis CI, für mögliche Fehler- oder Featureanfragen den Issue Tracker von Github.

  • Wir veröffentlichen immer Beispiele und APIs, so dass man den Code einfach und schnell selbst nutzen kann.

  • Und ganz wichtig: Es gibt mindestens zwei feste Maintainer, die sich um Issues, Pull Requests und Weiterentwicklung der Veröffentlichung kümmern.

Unser erstes veröffentlichtes Projekt war dieses Jahr unsere Anwendung CodeCharta. CodeCharta macht Strukturen im Code sichtbar. IT, Fachbereich und Management profitieren von der intuitiven Darstellung im Audit-Werkzeug. Code-Experten navigieren virtuell durch Software-Blöcke, erfassen Bauaktivitäten und Brennpunkte und leiten Maßnahmen ab. Mehr über die Funktion von CodeCharta, gibt es in diesem Blogbeitrag.

Weitere spannende Releases waren dieses Jahr waren die Bibliothek letsencrypt-marathon-lb für die Let’s-Encrypt-Integration für Marathon Loadbalancer; sowie EthDemocracy, eine Implementierung von Liquid Democracy in der Ethereum Blockchain. Weitere Projekte sind in Arbeit und werden nach und nach auf https://github.com/MaibornWolff/ veröffentlicht.

Stay tuned.

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