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Masterarbeit bei MaibornWolff

Von Barbara Streppel
21. August 2017

Masterarbeit außerhalb der Universität

Ein Erfahrungsbericht

Ich habe trotz eines Studiums an der TUM meine Masterarbeit bei MaibornWolff schreiben können. Wie ich das geschafft habe, beschreibe ich in diesem Blogbeitrag. Im zweiten Teil (hier entlang) geht es um mein Thema und die Ergebnisse der Arbeit.

 

Der eine oder andere wird sich jetzt fragen, was ich mit „schaffen“ meine. Deswegen hier eine kleine Erläuterung: Bei vielen Studiengängen an der TUM ist es extrem schwierig, eine Arbeit außerhalb der Universität zu schreiben. Jede Studienarbeit muss von einem Lehrstuhl des entsprechenden Studiengangs betreut werden. Das heißt für den Betreuer der Arbeit, dass er sich mit dem Thema beschäftigt, wissenschaftliche Hilfe anbietet und am Ende die Arbeit liest und benotet. Da das viel Arbeit ist, betreuen viele Lehrstühle eine Arbeit nur, wenn ein Lehrstuhl-internes Thema behandelt wird. Außerdem wollen sie die Ergebnisse der Arbeit selbst nutzen können. Bei Abschlussarbeiten in einem Unternehmen wird das durch Vertraulichkeitsvereinbarungen o.ä. oft schwierig; wenn überhaupt ein passendes Thema für Firma und Lehrstuhl gefunden werden kann.

Zurück zu mir: Ich habe Mechatronik und Informationstechnik an der TUM studiert (also Maschinenbau ;-)) und wollte meine Masterarbeit unbedingt in der Wirtschaft schreiben. Mein Vorteil war, dass ich seit zwei Jahren an einem Lehrstuhl als HiWi gearbeitet habe, meine Betreuerin mich also schon kannte. Außerdem habe ich mit Absicht bei ihr meine Semesterarbeit geschrieben, so dass sie meine Arbeitsweise ebenso kannte.


Erster Tipp: Lehrstuhl frühzeitig suchen und sich und seine Arbeitsweise bekannt machen.


Somit hatte ich schon mal einen Lehrstuhl, der mir (hoffentlich) eine externe Arbeit betreuen würde. Brauchte ich nur noch eine unkomplizierte Firma, deren Themenvorschläge für eine Arbeit denen des Lehrstuhls ähnelten. Praktischerweise findet jedes Jahr im Maschinenbaugebäude der TUM eine große Kontaktmesse statt, die IKOM. Im Vorfeld hatte ich mir schon ein paar Firmen ausgesucht, mit denen ich reden wollte. Dort traf ich auf MaibornWolff, die mich mit ihrem Slogan „Wir bewerben uns bei dir, du bewirbst dich bei uns“ überzeugten. Die IKOM findet jedes Jahr im Juni statt, meine Masterarbeit wollte ich im November anfangen. Einige würden das als frühe Kontaktaufnahme bezeichnen. Jedoch brauchte es diese Zeit bis es zu einer endgültigen Vertragsunterschrift kam.


Zweiter Tipp: Frühzeitig eine Firma suchen. Alles braucht seine Zeit.


Nach der ersten Begegnung auf der IKOM hatte ich mit dem Talent-Acquisition-Team regen Kontakt. Ich habe die grobe Richtung vorgegeben, worin das Thema meiner Masterarbeit bestehen sollte. In meinem Fall Augmented oder Virtual Reality. Die Recruiter haben anschließend im Unternehmen nach Themen gesucht, die zu meinem Vorschlag passen. Parallel habe ich bei meiner Betreuerin vorgefühlt, ob ich bei MaibornWolff, also extern, meine Masterarbeit schreiben könnte. Damit der Lehrstuhl entscheiden kann, ob das geht, brauchte ich ein konkretes Thema. Also habe ich mich mit dem Bereich bei MaibornWolff getroffen, der meine Arbeit betreuen würde und mit ihnen mein Thema konkretisiert. Heraus kamen Interaktionsmöglichkeiten in der VR. Dabei hatte der Bereich Vorschläge vorbereitet, von denen ich einen aussuchen konnte. Mit dem konkreten Vorschlag bin ich zurück zu meiner Betreuerin in der Uni und habe ihr Firma und Themenvorschlag vorgestellt. Sie war der Sache sehr zugeneigt und wollte sich mit der Firma selbst einmal treffen. Außerdem hat sie mit der Lehrstuhlleitung, also der Professorin, abgestimmt, ob eine externe Masterarbeit möglich ist.


Dritter Tipp: Frühzeitig beim Lehrstuhl vorfühlen. Auch das braucht seine Zeit; selbst wenn sie dich kennen.


Nach einem Treffen aller Beteiligten, nochmaliger Konkretisierung des Themas  auf "Interaktionsmöglichkeiten in der VR am Beispiel einer Softwarestadt", sowie der Konkretisierung der Zusammenarbeit – wir vereinbarten regelmäßige Treffen, regelmäßigen Austausch, gemeinsame Benotung, etc. – erklärte sich der Lehrstuhl bereit, die Arbeit zu betreuen. Ich startete im November mit meiner Masterarbeit bei MaibornWolff. Nun hatte ich zwei Betreuer, einen bei MaibornWolff zur Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts und einen in der Uni für wissenschaftliche Fragen. Geschafft!

Über Ablauf, Inhalt und Ergebnisse meiner Arbeit schreibe ich in meinem zweiten Blog. Insgesamt hat mir meine Masterarbeit sehr viel Spaß gemacht und ich kann nur jedem empfehlen seine Studien-Arbeiten bei einer Firma zu schreiben. Nach meiner Arbeit bin ich bei MaibornWolff geblieben und unterstütze die VR-Community nun tatkräftig in ihrer Arbeit.

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