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Familie und Beruf? Flexibilität ist für IT-Beraterinnen der Schlüssel

8. November 2021    Bei MaibornWolff / Flex-Arbeitszeiten / Great Place to Work

Amrei Knierim, Scrum Master bei MaibornWolff

Familienfreundlicher Arbeitgeber, wo genau zeigt sich das im Joballtag? Nachdem uns die bayerische Staatsregierung mit dem Corona-Sonderpreis für die familienfreundlichsten Arbeitgeber auszeichnete, haben wir uns im Team umgehört. Amrei ( im Bild mit ihrer Tochter), Esther und Andrea bringen Tag für Tag Familie und Beruf zusammen. Klar, brauchen sie dafür einige Jonglierkünste, aber auch die richtigen Rahmenbedingungen. Insbesondere während der Lockdown-Phasen war jede Hilfestellung willkommen.

Amrei: "Ich könnte mein Arbeitspensum monatlich anpassen"

Amrei Knierim, Senior Lead IT Consultant: “ Jeder Arbeitstag ist für mich anders, als Scrum Master begleite ich viele Teammeetings, bereite Workshops vor, überlege, welche Schritte wir als nächstes angehen. Ich engagiere mich zudem in internen Initiativen wie dem Culture Club Diversity & Inclusion oder der Community of Practice der Scrum Master. Als Teil der Bereichsführung kommen weitere Aufgaben hinzu, wie die Teilnahme an Bewerbungsgesprächen.

Im Jonglieren mit den unterschiedlichsten Aufgaben bin ich geübt, ich mache heute sogar mehr als vor der Elternzeit, da ich nach dem Wiedereinstieg für einige Mitarbeitende Führungsverantwortung übernommen habe. Die interne Führungskräfteausbildung habe ich vor der Geburt meiner Tochter durchlaufen.

Derzeit arbeiten mein Mann und ich jeweils 75 Prozent. Mir hilft die große Flexibilität bei MaibornWolff, etwa dass ich mein Arbeitspensum zu jedem Monatswechsel anpassen könnte. Auch die Elternzeit können wir flexibler als nach den gesetzlichen Vorgaben gestalten, sie verkürzen oder auch verlängern. Unsere ganze Kultur ist familienfreundlich, die Familie hat oberste Priorität, die Führungskräfte leben das vor, jeder akzeptiert es, wenn man mal kurzfristig einen Termin absagen muss. 

Natürlich gibt es auch bei uns noch was zu verbessern. Da wir in den letzten Jahren stark gewachsen sind, haben auch die internen Veranstaltungen zugenommen. Diese sollten aber nur in Ausnahmefällen abends sein. In einem solchen Fall muss ich priorisieren. Das Meetup oder das Abendessen mit meiner Tochter? Dann entscheide ich mich oft für Zeit mit meiner Tochter.“

Esther: "Vormittags war ich für das Homeschooling zuständig"

Esther Eilker, stellvertretende Bereichsleiterin MaibornWolff

Esther Eilker, stellvertretende Bereichsleiterin Product Experience Design: „ Ich habe mir mit meinem Mann, der Lehrer ist, die Betreuung der Kinder aufgeteilt. Vormittags war ich für die Kinder und das Homeschooling zuständig, das habe ich so im Bereichsteam kommuniziert. Nachmittags und abends habe ich dann gearbeitet. Auch unsere Kunden hatten dafür Verständnis, da ja auch sie in der gleichen Situation waren. Als Beratungsbereich haben wir vor Corona sehr viele reale Workshops mit Kunden veranstaltet, hier war die Umstellung auf virtuelle miro-Boards schon ein großer Schritt.

Als Führungskraft merkte ich bald, wie schwierig die Lockdown-Phasen auch für Mitarbeitende ohne Familie waren. Darum bin ich aktiv auf sie zugegangen, habe sie angerufen, wir haben uns remote zum Kaffee oder zum Mittagessen getroffen, unsere wöchentlichen Bereichstreffen wiederbelebt, die vorher etwas eingeschlafen waren und seit Corona gut besucht sind. Wir haben gemeinsam beraten, wie wir in diesen Zeiten auf Neukunden zugehen können und Spezial-Corona-Tagessätze angeboten.

Das Feedback des Teams auf diese Initiativen war gut, alle haben sich gut aufgehoben gefühlt. Wir waren als Firma gut vorbereitet, auch weil alle über die nötige technische Ausstattung für mobile work verfügten und Home Office für die meisten ein Bestandteil des Arbeitens war.“

Andrea: „Ich fühle mich hier als ganzer Mensch willkommen“

Andrea Müller, MaibornWolff

Andrea Müller, Lead IT Consultant: “Meine Tochter ging in die zweite Klasse, als die Schulen geschlossen wurden. Home Schooling mit einer Siebenjährigen und ein Beraterjob im Home-Office waren für mich nicht so einfach miteinander vereinbar. Darum baute ich zunehmend Minusstunden auf. Die Anfrage von Geschäftsführer Florian Theimer kam zur rechten Zeit: Womit können wir euch unterstützen? Die meisten Eltern hatten das gleiche Problem wie ich, worauf MaibornWolff ein Corona-Eltern-Konto einrichtete. Das war für mich ein Segen. Dafür bin ich extrem dankbar. Bis zu 25 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit konnte ich auf diesem Konto gutschreiben und musste keine weiteren Minusstunden aufbauen.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wird hier ernst genommen. Ich fühle mich hier als ganzer Mensch willkommen, es ist vollkommen in Ordnung, neben dem Beruf auch andere Dinge zu tun. Diese Haltung war schon immer da, aber trat durch das Brennglas Corona deutlich zum Vorschein. Schon vor meinem ersten Vorstellungsgespräch vor drei Jahren ahnte ich, dass hier vieles anders läuft. Es wurde mir angeboten, dass ich den Interviewtermin verschieben kann, falls meine Tochter krank werden sollte.“